5009 neue Wörter: „Fake News“ und „Selfie“ im Duden

Von „Lügenpresse“ über den „Selfiestick“ zur „Flüchtlingskrise“. In der neuen Auflage ist der Wortschatz um 5000 Wörter erweitert worden. Die zusätzlichen Wörter sind unter anderem auf die politischen Debatten der letzten Jahre zurückzuführen, aber auch auf Wörter englischen Ursprungs, wie „Fake News“ und „Selfie“.

Die neue Ausgabe hat übrigens 145’000 Stichwörter. Wieviele hatte die Urfassung von 1880? 27’000 …

Eine Auswahl der Neuen:

Brexit, Drohnenangriff, Fake News, Flexitarier, Flüchtlingskrise, Hasskriminalität, Jobaussicht, Kopftuchstreit, Lügenpresse, postfaktisch, Schmähgedicht, Volksverräter, Willkommenskultur, Wutbürgerin, Cyberkrieg, Datenbrille, Emoji, entfreunden, facebooken, Filterblase, liken, pixelig, Selfie, Selfiestick, Tablet, Work-Life-Balance, Urban Gardening, Roadtrip, Hygge, Jumpsuit, verpeilen, rumeiern, abgezockt …

Es gibt auch Wörter die älter sind als wir denken.

Computer

Denken Sie, dass das Wort aus dem 20. Jahrhundert stammt und somit relativ neu ist? Wir wissen heute alle, was mit einem Computer gemeint ist. Doch erstaunlicherweise stammt das Wort aus dem 17. Jahrhundert! Es beschreibt eine Person, die darauf spezialisiert war komplexe Kalkulationen durchzuführen. Ein menschlicher Computer also.

Hobbit

Eine Spezies kleiner charmanter Lebewesen? Hinter diesem Wort verbirgt sich tatsächlich das Volk der Hobbits, wie sie J.R.R. Tolkien erfunden hat. Aber damit ist die Wortherkunft nicht geklärt. Denn J.R.R. Tolkien hat das Wort gar nicht erfunden. Zum einen verstand man unter dem Hobbit (oder Hobbet) einen Korb voller Saatgut und zum anderen eine lokale Masseinheit. Das Ursprungsjahr dieser Bedeutungen ist 1863, also fast ein Jahrhundert früher als in „Der Herr der Ringe“.

Email

Vor rund 25 Jahren hielt das E-Mail Einzug in die Geschäftswelt. Also ist es auch nur so alt. Falsch! Das Wort tauchte schon im Jahre 1594 auf beschreibt einen glasharten und gegen Korrosion und Temperaturschwankungen beständigen Schmelzüberzug: Email, als Variante auch „Emaille“ geschrieben. Damit es nicht zu einer Verwechslung kommt, wird die Nachricht im Deutschen mit dem Bindestrich als E-Mail bezeichnet.

X-Factor

Wir kennen sie: Die legendäre Fernsehsendung „X-Factor: Das Unfassbare“. Produziert wurde die Sendung Ende der 90er Jahre, weshalb man denken könnte, dass das Wort X-Factor noch relativ jung ist. Wahrheit oder Fiktion? Fakt ist, das Wort entstand nicht durch die Fernsehsendung. Früher verstand man unter einem X-Factor ein undefinierbares aber wichtiges Element. Das Wort tauchte erstmals im Jahre 1930 in der New York Times auf.

Texte korrigieren oder lektorieren?

Die Unterschiede sind oft nicht bekannt, aber recht gross. Wir sagen Ihnen, wann was zum Einsatz kommt.

Das Korrektorat – Rechtschreibfehler Adieu

Ihr Text ist bereits stilistisch der Zielgruppe angepasst und gut verständlich? In diesem Fall empfiehlt sich das Korrektorat, denn hierbei wird der Text nur auf orthografische, grammatikalische und typografische Fehler geprüft. Dies beinhaltet unter anderem die Korrektur von Kommafehlern, Rechtschreibefehlern und der Interpunktion. Beim Korrektorat werden im Vergleich zum Lektorat aber lediglich die orthografischen Fehler berichtigt. Um zu garantieren, dass Ihr Text absolut fehlerfrei ist, sollten Sie eine 4-Augen-Korrektur vornehmen lassen. Dabei wird Ihr Text von zwei Korrektoren nacheinander geprüft.

Das Lektorat – Der letzte Schliff

Im Gegensatz dazu beinhaltet das Lektorat eine umfassende stilistische und sprachliche Prüfung und Überarbeitung des Textes. Dies beinhaltet nicht nur die reine orthografische Korrektur, wie beim Korrektorat. Denn ein Lektor verbessert auch schwer verständliche Passagen, verschachtelte Sätze und entfernt Wortwiederholungen. Der Fokus liegt dabei ganz klar auf der Verständlichkeit des Textes und das im jeweiligen fachspezifischen Kontext. Dies bedeutet, dass der Text je nach Textart (z.B. wissenschaftliche Arbeit, Magazinbeitrag) und Zielgruppe (z.B. Kinder, Fachleute) entsprechend stilistisch und sprachlich angepasst wird.

Welche Wörter stehen denn im Kinderwörterbuch?

Es gibt schier unendlich viele Wörter, aber welche sind besonders für Kinder relevant? Ob Tiere, Pflanzen, Kleidung, Obst und Gemüse, oder Musikinstrumente und Körperteile… die Liste ist endlos. Eines ist klar. Im Kinderwörterbuch findet man den Apfel, aber nicht die Stinkfrucht. Warum? Weil bestimmte Wörter einfach relevanter und häufiger im Sprachgebrauch verwendet werden, als Andere.

Verkompliziert wird dieser Entscheidungsprozess durch viele verschiedene alltägliche Einflüsse. Die Sprache verändert sich im Laufe der Zeit. Neue Wörter, aus Blogs, Internet und den Medien, klopfen an der Tür des Wörterbuches. Einfach die Tür verriegeln ist keine Option, aber was dann? Die Tür öffnet sich für neue und schliesst sich für ältere vergangene Wörter. Manche Wörter überleben, doch sie verändern den Kern ihrer Bedeutung. Seitdem es das Internet gibt, „surfen“ wir darin. Nur eines von vielen Beispielen.

Die Faustregel

Betrachtet man nun die Zusammenstellung des Kinderwörterbuches, gibt es eine Faustregel. Circa 1500 Wörter bilden das zentrale Gerüst jeder Sprache. Wörter, die im sprachlichen Gebrauch so selbstverständlich sind, dass wir vergessen, sie wahrzunehmen. „Mama“, „Papa“, „hoch“, „runter“ und viele weitere Wörter bilden dieses Gerüst. Steht dieser Kern an Wörtern, bleibt nicht mehr viel Platz, um andere extravagantere Wörter dazu zufügen. Aber wer und wie wird darüber entschieden, welche Wörter beinhaltet werden?

Kinderwörterbücher sind ein Stückchen Zeitgeschichte

Früher basierte diese Entscheidung auf der subjektiven Meinung der Lexikografen. Heutzutage gibt es einen Pool an Wörtern, welche am häufigsten in der aktuellen Sprache auftauchen. Mithilfe von Logarithmen kann man feststellen, welche Wörter relevant sind und welche nicht. Dabei wird nicht nur auf fiktionale und sachliche Literatur geachtet, sondern auch auf die Sprache der Kinder selbst.

Und genau deshalb sind Kinderwörterbücher immer ein Stückchen Zeitgeschichte. Denn sie halten fest, welche Wörter in der jeweiligen Epoche relevant waren. Vergleicht man nun die verschiedensten Kinderwörterbücher aus verschiedenen Epochen, erhält man einen wertvollen Blick auf den Wandel der Sprache.

5 kuriose Feiertage im Mai

Tag der Arbeit, Muttertag und Christi Himmelfahrt. Wir kennen Sie alle: Unsere altbekannten Feiertage im Mai. Doch der Mai hat viel mehr zu bieten, als das was wir eh schon kennen. Hätten Sie gedacht, dass es einen Tag der Windmühle im Mai gibt?

Der Mai, ein vollwertiger Monat mit 31 Tagen, wurde nach der römischen Göttin Maia benannt. Aufzeichnungen zufolge, hiess der fünfte Monat im Jahr bereits „Bleuet“, „Blühmond“ und zu Zeiten Kaiser Neros „Claudius“. 31 Tage bedeuten natürlich auch viel Potential für Feiertage, obwohl in Deutschland sich nur wenige etabliert haben. Abseits der herkömmlichen gesetzlichen Feiertage, wie Christi Himmelfahrt und dem Tag der Arbeit, gibt es viele kuriose Feiertage rund um den Globus.

Vappu – das finnische Frühlingsfest – 1. Mai

Fast überall auf der Welt wird am ersten Mai der Tag der Arbeit zelebriert. Nicht in Finnland, denn hier wird seit dem Mittelalter das Frühlingsfest „Vappu“ gefeiert. Traditionell beginnen die Feierlichkeiten bereits am 30 April. Es gibt zahlreiche Konzerte, Paraden und Auftritte mit Kostümen – ähnlich dem Karneval in Deutschland. Wer keine Lust auf die Aufführungen hat und dennoch angemessen den Frühling feiern will, macht ein gemütliches Picknick in den Grünanlagen und Parks der Städte.

Star Wars Tag – 4.Mai

„May the force be with you!“ oder doch eher „May the 4th be with you!“? Ganz nach diesem Motto, feiert die internationale Star-Wars Fangemeinschaft am 4. Mai das weltbekannte Film-Franchise. Aber warum genau der vierte Mai? Das liegt an dem geschickten Wortspiel, welches selbst von der Produktionsfirma Lucas Film für Marketingzwecke verwendet wurde. Lustigerweise führte dieses Wortspiel zu einem brisanten Übersetzungsfehler im Fernsehen. Bei einem Live-Interview mit George Lucas wurde der bekannte Satz falsch übertragen, weil der Simultandolmetscher sich verhörte. Anstatt „Möge die Macht mit dir sein“ übersetzte der Dolmetscher „Am vierten Mai sind wir bei Ihnen“ und verwirrte die Zuschauer

Eine-Nacht-Durchmachen-Tag – 10. Mai

Wer fand es als Kind nicht aufregend? Die Nacht mit Freunden durchmachen, obwohl die Eltern es nicht erlauben. Genau für dieses Phänomen gibt es einen amerikanischen Feiertag: Der Stay Up All Night Day. Der Feiertag widmet sich den abertausenden Menschen, welche die Nacht durcharbeiten müssen, aber auch den Partygängern, die die Nacht zum Tage machen.

Underground American Day – 14.Mai

Der Tag des Untergrunds ist ein amerikanischer Aktionstag, welcher von dem berühmten Architekten Malcom Wells einberufen wurde. Der Vertreter der amerikanischen Avantgarde-Architektur wird häufig als Vater der Erdhäuser bezeichnet und lebte selbst in einem dieser Häuser. Aber wie zelebriert man nun den Underground American Day? Malcom Wells veröffentlichte dazu eine paar Vorschläge. Hier eine kleine Auswahl:

  • Vergrabt einen Schatz in der Erde
  • Berührt eine Kellerwand
  • Schaut in einen Aufzugsschacht

Tag der Sammelwütigen – 17. Mai

Ein Feiertag für alle Messies? Am 17. Mai feiern die US-Amerikaner einen Tag, der allen gewidmet ist, die einfach nichts wegschmeissen können. Woher der Feiertag stammt und wer ihn ins Lebens gerufen hat, ist leider nicht bekannt. Dahinter steckt aber nicht die Glorifizierung des Messie-Syndroms, welche eine ernstzunehmende Störung ist. An diesem Tag soll eher auf die Hemmschwelle zwischen dem Sammeln und dem unkontrollierten Hamstern von nutzlosen Gegenständen aufmerksam gemacht werden.

Reservieren Sie Ihre Übersetzungszeit

Meistens kennen wir nur einen Termin: Ihre Deadline. Falls Sie ein paar Tage vor dem Auftrag bereits wissen, wann Sie Ihren Text liefern können und von uns die Übersetzung erwarten, reservieren Sie Ihre Übersetzungszeit lieber heute als morgen.

 

Wie funktioniert das?

Statt dass Sie uns den Text senden und die Lieferung „schnellstmöglich“ möchten, senden Sie uns den Auftrag im Voraus. Je früher desto besser. Was wir benötigen: das Textthema und den Umfang in Wörtern oder Zeichen. Oder einfacher: Sie senden uns den Entwurfstext. Im weiteren den Termin und Zeitpunkt, an welchem Sie den Originaltext liefern und den gewünschten Liefertermin. Auf dieser Basis erstellen wir die Offerte. Bestätigen Sie die diese, reservieren wir das Zeitfenster verbindlich.

Was bringt das?

Vorteile für beide. Für Sie als Kunden, weil Sie im Voraus wissen, dass der Text auf den Termin definitiv geliefert wird. Für uns als Anbieter, weil wir uns und die Übersetzer besser organisieren können.

Gibt es weitere Bedingungen?

Ja. Falls Sie den Text nicht auf den vorgesehenen Zeitpunkt liefern können, informieren Sie uns bitte so früh wie möglich. Wir versuchen dann wenn immer möglich den Termin anzupassen. Falls Sie den Termin ohne Lieferung verstreichen lassen, müssen wir Ihnen 20% des Auftrags in Rechnung stellen.

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