Welche Sprachen lohnen sich zu lernen?

Sie versteht wohl jeder. Geht man es mal ganz rational an, so hilft der von Kai Chan entwickelte „Power Language Index“. Er hat sich nämlich gefragt, welche von den über 6’000 gesprochenen Sprachen die sind, mit denen man am meisten Menschen versteht. Denn nur 15 Sprachen werden von rund der Hälfte der Weltbevölkerung gesprochen. In der heute multilingualen Gesellschaft ist es essentiell, einander zu verstehen. Doch welche Sprachen lohnt es sich zu lernen? Und wie misst man das? Chan hat 5 Kriterien entwickelt:

  1. Geografie: Die Fähigkeit zu reisen
  2. Wirtschaft: Die Fähigkeit zur Teilnahme an einer Volkswirtschaft
  3. Kommunikation: Die Fähigkeit zum Dialog
  4. Wissen und Medien: Die Fähigkeit, Wissen und Medien zu konsumieren
  5. Diplomatie: Die Fähigkeit, sich in internationalen Beziehungen zu engagieren

Basierend auf diesen Kriterien entwickelte er den Power Language Index, welcher 20 Indikatoren misst. Und hier sind die Top 10:

  1. Englisch
  2. Mandarin
  3. Französisch
  4. Spanisch
  5. Arabisch
  6. Russisch
  7. Deutsch
  8. Japanisch
  9. Portugiesisch
  10. Hindi

Wenn Sie am PLI interessiert sind, dies ist der Link zur Studie

Woher kommt das Wort „OK“?

Wir sagen es Ihnen … Wortwurzel, den Wörtern auf den Zahn gefühlt.

 

5009 neue Wörter: „Fake News“ und „Selfie“ im Duden

Von „Lügenpresse“ über den „Selfiestick“ zur „Flüchtlingskrise“. In der neuen Auflage ist der Wortschatz um 5000 Wörter erweitert worden. Die zusätzlichen Wörter sind unter anderem auf die politischen Debatten der letzten Jahre zurückzuführen, aber auch auf Wörter englischen Ursprungs, wie  „Fake News“ und  „Selfie“, sind dabei.

Die neue Ausgabe hat übrigens 145’000 Stichwörter. Wieviele hatte die Urfassung von 1880? 27’000 …

Eine Auswahl der Neuen:

Brexit, Drohnenangriff, Fake News, Flexitarier, Flüchtlingskrise, Hasskriminalität, Jobaussicht, Kopftuchstreit, Lügenpresse, postfaktisch, Schmähgedicht, Volksverräter, Willkommenskultur, Wutbürgerin, Cyberkrieg, Datenbrille, Emoji, entfreunden, facebooken, Filterblase, liken, pixelig, Selfie, Selfiestick, Tablet, Work-Life-Balance, Urban Gardening, Roadtrip, Hygge, Jumpsuit, verpeilen, rumeiern, abgezockt …

Es gibt auch Wörter die älter sind als wir denken.

Computer

Denken Sie, dass das Wort aus dem 20. Jahrhundert stammt und somit relativ neu ist? Wir wissen heute alle, was mit einem Computer gemeint ist. Doch erstaunlicherweise stammt das Wort aus dem 17. Jahrhundert! Es beschreibt eine Person, die darauf spezialisiert war komplexe Kalkulationen durchzuführen. Ein menschlicher Computer also.

Hobbit

Eine Spezies kleiner charmanter Lebewesen? Hinter diesem Wort verbirgt sich tatsächlich das Volk der Hobbits, wie sie J. R. R. Tolkien erfunden hat. Aber damit ist die Wortherkunft nicht geklärt. Denn J. R. R. Tolkien hat das Wort gar nicht erfunden. Zum einen verstand man unter dem Hobbit (oder Hobbet) einen Korb voller Saatgut und zum anderen eine lokale Maßeinheit. Das Ursprungsjahr dieser Bedeutungen ist 1863, also fast ein Jahrhundert früher als in „Der Herr der Ringe“.

Email

Vor rund 25 Jahren hielt die E-Mail Einzug in die Geschäftswelt. Also ist es auch nur so alt. Falsch! Das Wort tauchte schon im Jahre 1594 auf und beschreibt einen glasharten und gegen Korrosion und Temperaturschwankungen beständigen Schmelzüberzug: Email, als Variante auch „Emaille“ geschrieben. Damit es nicht zu einer Verwechslung kommt, wird die Nachricht im Deutschen mit dem Bindestrich als E-Mail bezeichnet.

X-Factor

Wir kennen sie: Die legendäre Fernsehsendung „X-Factor: Das Unfassbare“. Produziert wurde die Sendung Ende der 90er Jahre, weshalb man denken könnte, dass das Wort X-Factor noch relativ jung ist. Wahrheit oder Fiktion? Fakt ist, das Wort entstand nicht durch die Fernsehsendung. Früher verstand man unter einem X-Factor ein undefinierbares aber wichtiges Element. Das Wort tauchte erstmals im Jahre 1930 in der New York Times auf.